Ein eLearning-Kurs von Beate Mader

Lerneinheit 2

Storytelling und Nutzungsrechte

KURZBESCHREIBUNG

Jedes Bild erzählt seine ganz eigene Geschichte. Und welche Geschichte das genau sein soll, haben Sie selbst in der Hand. Was aber kann eine Story beeinflussen? Wie kann ich in der Bildsprache einen Spannungsbogen erzeugen? Und was muss ich rechtlich bei der fotografischen Umsetzung meiner Geschichte beachten? All das erfahren Sie in dieser Lerneinheit. 

GLIEDERUNG

In dieser Lerneinheit erwartet Sie:

  1. Storytelling
  2. Bildrechte
  3. Nutzungszweck des Bildes

EINGANGSSZENARIO — 

Sie stehen jetzt in den “Startlöchern” und wollen mit dem Fotografieren starten. Sie haben sich die wichtigen drei Fragen “Wo”, “Wie” und “Was” gestellt und haben diese für sich und Ihr Projekt beantwortet.

Es kann also weitergehen. Grundsätzlich wissen Sie schon, was Sie transportieren möchten und wollen nun die Geschichte außenrum bauen. Diese „Story“, die Sie erzählen möchten, wird sicherlich Einfluss auf die tatsächliche fotografische Umsetzung haben, oder? Richtig! Damit müssen Sie sich jetzt erstmal beschäftigen … 

VIDEO

ZUSAMMENFASSUNG

Storytelling

Ist klar, was transportiert werden soll, geht es an das “Drumherum”, an die Geschichte, die Sie erzählen wollen. D.h. das Thema Storytelling wird für Sie interessant. Geschichten lassen sich wunderbar durch Fotos erzählen. Je nach Bildausschnitt, Perspektive, Lichtwahl oder bestimmten Einstellungen, können Sie Motive mit Menschen, Objekten oder der Natur unterschiedlich in Szene setzen.
Sehen wir uns dazu ein Beispiel an:

Stellen Sie sich vor, Sie wollen zur kalten und dunklen Jahreszeit Ihren Gästen die Themen Ruhe, Geborgenheit und Entspannung in Ihrer Destination näher bringen. Der geschichtliche Rahmen ist die Reise eines Gastes, der gestresst ankommt und durch den Aufenthalt bei Ihnen zur Ruhe kommen kann. Welche Fotos können diese Geschichte erzählen? Denken Sie an Nahaufnahmen des Kaminofens, Aufnahmen von Wandertouren bei Sonnenaufgang oder Fotos eines gemütlichen Candlelight-Dinners…


Wie Sie sehen, ist das Erzählen einer Geschichte gar nicht so schwer. Stellen Sie einfach vorab die richtigen Überlegungen an, um dann beim Fotografieren die richtigen Entscheidungen zu treffen.

 

Bildrechte

Haben Sie Ihre Story und wissen, was Sie fotografieren möchten, so bleibt noch eine essentielle Sache zu klären: Bildrechte.
Bildrechte sind ein Wochen-Seminar füllendes Thema. Es gibt das Recht am eigenen Bild, das Nutzungs-Recht und das Urheber-Recht. Die Bildrechte sollten im Vorfeld geklärt werden (gegebenenfalls mit anwaltlicher Unterstützung).

Um Ihnen einen kleinen Überblick zu verschaffen, habe ich Ihnen das Wichtigste kurz zusammengefasst (ohne rechtliche Gültigkeit!):

„Recht am Bild“

  • Habe ich auf’s Knöpfchen gedrückt? Dann bin ich der Urheber. Das Urheberrecht kann mir niemand nehmen.

  • Habe ich das Nutzungsrecht für die Bilder?

  • Benötige ich eine schriftliche Erlaubnis des jeweiligen Fotografen, falls ich nicht alle Fotos selbst mache? Muss ich Nutzungsrechte erwerben?

  • Wie sieht es mit Social Media aus? Ist eine allumfassende Nutzung möglich?
  • Sie benötigen externes Material, z.B. von Bilddatenbanken? Geben Sie hier besonders Acht und überprüfen die Nutzungsrechte genau.

„Recht am Motiv“

  • Darf ich das Motiv fotografieren?

  • Sind die Menschen damit einverstanden?

  • Habe ich das schriftliche Einverständnis (auch für alle Kanäle)?

  • Gibt es Eigentumsrechte, Design oder andere Rechte, die verletzt werden könnten (z.B. auf Messen, in Museen, etc.)?


Nutzungszweck

Zum Abschluss dieser Lerneinheit beschäftigen wir uns mit den verschiedenen Nutzungszwecken für Bilder. Was ist damit gemeint?

Fotos können für die Ankündigung eines Events (“Jetzt geht es los – wir sind bereit”) oder für Live-Eindrücke vor Ort genutzt werden. Ob Impressionen, Stimmungsbilder, Großaufnahmen, Essensaufnahmen oder das Fotografieren der Dekoration – alles kann für Ihren Gast an bestimmten Stellen interessant sein. 

Sollen die Bilder beispielsweise Lust auf mehr machen, wie das Vorschaubild für einen Blogbeitrag? Oder will ich Emotionen mit großflächigen Stimmungsbildern auf der Webseite wecken? Für jeden dieser Nutzungszwecke gibt es das richtige Bild. Überlegen Sie daher genau, für was Sie welches Bild machen, damit diese Fotos den Effekt auf Ihre Gäste haben, den Sie sich wünschen. 

WEITERFÜHRENDE LINKS

Sie haben noch nicht genug? Dann sehen Sie sich doch diese weiterführenden Informationen an:

AUSGANGSSZENARIO

Die Vorüberlegungen sind jetzt endgültig abgeschlossen, was transportiert werden soll ist klar und welche Geschichte Sie erzählen möchten auch. Es wird jetzt Zeit, das alles in ein handfestes Konzept zu überführen. Legen Sie ein Storyboard an, in dem z.B. auch die richtigen Einstellungen festgehalten werden.