Wie ihr wisst, durfte ich bereits diverse Weiterbildungsmaßnahmen und Schulungsreihen entwickeln. Während meiner aktiven Zeit bei Tourismuszukunft war ich dabei oftmals noch selbst als Trainer involviert, mittlerweile darf ich aber seit Längerem bereits ausschließlich Konzepte zu solchen Formaten entwickeln. In diesem Kontext geht mir schon lange eine Idee durch den Kopf, für welche ich heute endlich einmal ein wenig Zeit und Muse finde: Die All-in-one-Pop-up-mobile-tiny-Lern-Box. Hinter diesem geschmeidigen Arbeitstitel verbirgt sich die Verbindung vieler Einzelprojekte, Ideen, Elemente, welche wir in den letzten Jahren so hatten, zu einem einzigen, umfassenden Konzept.

 

Außenansicht der Teejit Lernbox

Gesamtskizze der Wissensbox

 

Die Idee

An sich ist die Idee recht simpel: Wir kaufen uns einen normalen Büro-Container und gestalten diesen außen wie innen nach dem Corporate Design des Bundeslandes, in welchem wir damit eben unterwegs sind. Dass die Box dabei so nachhaltig und fair wie möglich entwickelt wird, ist für uns selbstverständlich. In der Box selbst schaffen wir die Voraussetzungen für diverse Schulungsformate rund um das Thema Weiterbildung. Die Box bleibt dabei mobil und muss lediglich aufgestellt und an eine Stromquelle angeschlossen werden. In regelmäßigen Abständen wechselt die Box den Standort und zieht weiter in die nächste Region. Wo immer die Box steht, können Interessierte alles Mögliche rund um Digitalisierung, Nachhaltigkeit etc. erfahren, je nach aktueller Ausstattung der Box. Außerdem können die Kolleg*innen die Infrastruktur selbst für Werbung, Schulungen oder Medienproduktion nutzen.

 

Die Bereiche

Was auf der Skizze nach recht wenig aussieht, ist eigentlich aber wohl durchdacht und vielseitig nutzbar. Einige der Funktionen und Ideen will ich euch gerne direkt vorstellen.

 

Selbstlernbereich

Es überrascht wenig, dass wir in der Box jedem die Möglichkeit geben wollen, auf alle unsere Lerninhalte zugreifen zu können. Hierfür bieten wir die nötige Hardware inklusive Kopfhörer etc. um die Inhalte in optimaler Weise nutzen zu können. Dabei stehen selbstverständlich auch weitere technische Elemente zum Ausprobieren und Kennenlernen zur Verfügung: Smart Watches, VR Brillen, Drohnen etc.

 

Selbstlernbereich

Selbstlernbereich mit Tablets mit Teejit Software und Inhalten sowie Technik zum Ausprobieren.

 

Partner*innen

Für die zweite Wand wollen wir Anbieter*innen touristischer Dienstleistungen zum jeweiligen Thema finden und ihnen die Möglichkeit geben, sich und ihre Produkte zu präsentieren. Dies können selbstverständlich auch eigene Produkte sein oder Verweise auf Buchungsmaschinen etc. Da wir in der Wissensbox doch einige Teilnehmer*innen erhoffen dürfen, wäre für diese Werbeflächen von den Partnerunternehmen auch eine gewisse Kostenbeteiligung zu erheben. Diese kann natürlich monetärer Natur sein oder sich anders gestalten. Denkbar wären auch vergünstigte oder kostenlose Produktpräsentationen oder Schulungen zu den einzelnen Themenfeldern, in denen sich die angebotenen Produkte bewegen.

 

Statt moderner Kunst gibt es natürlich Produktinformationen und Anschauungsmaterial

 

Schulungen & Coachings

Im gleichen Raum können wir durch weitere Sitzgelegenheiten klassische Präsenzveranstaltungen abhalten. Hierbei sind in einem Standard-Container Schulungen mit bis zu 12 Personen möglich. Gehen wir von einer Standzeit von zwei Wochen pro Destination aus, wären in dieser Zeit fünf Nachmittage mit jeweils einem oder zwei Impulsvorträgen umsetzbar, vormittags könnten die Kolleg*innen aus den Destinationen oder TIs oder auch engagierte Trainer*innen den Betrieben in Einzelcoachings ganz konkrete Hilfestellung zum jeweiligen Rahmenthema geben.

 

Schulungssituation mit bis zu 12 Teilnehmern

 

Lernvideos & Webinare

Teil der Wissensbox sind auch die notwendigen technischen Lösungen, um direkt vor Ort Schulungsmaterial aufzunehmen, Stimmen von den Trainer*innen einzufangen oder Testimonials zu generieren. Gleichzeitig bietet die Wissensbox natürlich auch alle Möglichkeiten, um statt der Videoaufzeichnung echte Webinare abzuhalten oder digitale bzw. hybride Formate umzusetzen. Natürlich sind Aufbau und Verwendung der bereitgestellten Technik im Handbuch der Box genau erklärt.

Greenscreen, Kamera, Mikrofon, Beleuchtung… All das ist selbstverständlich Teil der Box.

 

Beispielprogramm

In unserem Beispiel peilen wir je Destination eine Standzeit von zwei Wochen an. Nutzt man nur die Wochentage, stehen den Regionen jeweils zehn Vormittage und zehn Nachmittage zur Verfügung. Ein entsprechendes Programm könnte also wie folgt aussehen:

Montag: Vormittags Aufbau und Vorbereitung, Nachmittags erste Impulsvorträge durch Trainer*innen und Partner*innen

Dienstag: Vormittags Einzelcoachings mit Betrieben, Nachmittags moderiertes Speed Dating

Mittwoch: Vormittags offen für Besucher*innen und Interessierte, Nachmittags Meet & Greet: Triff deine DMO

Donnerstag: Ganztagesschulung zu einem passenden Thema

Freitag: Vormittags Einzelcoachings, Nachmittags Best Practice Runde

Samstag: Offen für Besucher*innen und Interessierte

Viele der genannten Bausteine sind auch ohne Moderation bzw. externe Kräfte machbar, Speed Dating, Meet & Greet, Best Practices, all die nötigen Methoden und Beispiele etc. sind im digitalen Handbuch der Wissensbox hinterlegt. Das Programm kann entweder wiederholt werden oder beispielsweise auf Einsteiger*innen- und Fortgeschrittenen-Niveau durchgeführt werden.

 

Geschäftsmodell

Denkbar wäre: Teejit kauft einen solchen Container und bereitet Technik etc. vor, kümmert sich um Partner*innen, Referent*innen, Vorträge, Transport der Box etc. Die Destination bzw. Bundesländer mieten die Box als Full Service Produkt und stellen dabei lediglich Stellplatz, Strom, Reinigung, Toiletten und ein paar Stunden Zeit. Als grober Überschlag und mit dem obenstehenden oder einem ähnlichen Programm wären hier etwa folgende Aufwände zu kalkulieren, wobei mit * versehene Aufwände von Ort bzw. Destination zu tragen sind:

Einmalig:

Container: 25.000 EUR

Technik: 10.000 EUR

Aufbereitung des multimedialen Handbuches: 10.000 EUR

 

Im Einsatz (für die Standzeit von zwei Wochen inkl. Anlieferung und Abholung):

Standfläche: Ortsabhängig*

Transport: avg. zwei mal 150 EUR (je 100km)

Vortragende*r bzw. Moderator*in für vier Nachmittage und zwei Ganztagesschulungen: 6.000 EUR

Mitarbeiter*in vor Ort (Coach für Einzelgespräche, Ansprechpartner*in, Moderation etc.): 4.000 EUR plus Spesen*

Werbematerial etc. inklusive.

 

Einnahmen (bei vier Partnern):

Pro Werbepartner*in (500 EUR pro Woche): 4.000 EUR

Fördermittel: Je nach Topf*

 

Unter dem Strich: 

Einmalige Investitionen durch uns etwa 50.000 EUR – diese könnten wir als Invest tragen.

Kosten für zwei Wochen Standzeit inklusive allem Pipapo für die DMO: 10.000 EUR – diese tragen die DMOs als Projektkosten.

Einnahmen durch Partner in zwei Wochen Standzeit: 4.000 EUR – unser “Gewinn”.

 

Quo vadis?

Ja, nun steht sie im Raum, die große Frage: Sollen wir das machen? Gibt es hierfür Interesse? Finden sich ausreichend Regionen, welche bereit wären, sich an einem solchen Projekt zu beteiligen? Wenn wir ein wenig positive Rückmeldung erhalten, würden wir das ganze Projekt einmal genauer ausarbeiten und zu konkreten Angeboten weiterentwickeln.

Das wäre ein mega Projekt und wir hätten riesen Lust, so etwas mit euch umzusetzen! Was denkt ihr?