Ein eLearning-Kurs von Oliver Becker – Ihr Tourismusberater

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Lerneinheit 1

Was sind Ideen und wie kommt es dazu?

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Kurz­­­beschreibung: 

In diesem Kapitel wird die Idee an sich beleuchtet und einige Irrtümer über den Erfolg von Geistesblitzen ausgeräumt. Es wird erläutert, warum Sie sich Zeit für Ideen nehmen sollten. Außerdem geben wir Ihnen einen ersten Impuls für kreatives Arbeiten.

Gliederung: 

In dieser Lerneinheit erwartet Sie:

  1. Was ist eine Idee?
  2. Was benötigt man für Ideen?
  3. Wie kommt man zu Ideen?

Eingangsszenario: 

Sie kennen das Debakel: Immer, wenn Sie mal eben schnell eine geniale Idee haben wollen, fällt Ihnen nichts ein. Allerdings haben Sie auch nie so richtig Zeit oder ein Verfahren zur Hand, um an Ideen zu gelangen. Ein paar Stunden später – vielleicht bei einem Spaziergang – kommt Ihnen dann ein grandioser Einfall und Ihre Idee beginnt zu reifen.

Wie kommt es dazu?

Video:

Zusammenfassung:

Sind Geistesblitze das, was einem wie bei Wickie oder Daniel Düsentrieb einfach ins Hirn springt? Sind diese tatsächlich mit Ideen gleichzusetzen oder ist es etwas anderes? Der Geistesblitz ist der allererste Impuls für eine später umzusetzende Idee. Solche Geistesblitze entstehen oftmals, wenn man sich nicht krampfhaft mit dem Auffinden einer Idee beschäftigt. Um aus einem Geistesblitz eine realisierbare und zugleich realistische Idee zu formen, muss man einige Aspekte beachten:

  1. Zunächst benötigen Sie Zeit, die Sie sich aktiv nehmen sollten. Thomas Alva Edison hat einmal folgenden Satz gesagt: „Wir kennen jetzt 1000 Wege, wie man keine Glühbirne baut!“. Damit meinte er, dass Ideen reifen müssen – sie sind beinahe nie sofort umsetzbar und dann auch noch von Erfolg gekrönt. Der erste Tipp ist also ganz besonders wichtig: Nehmen Sie sich ganz bewusst „Auszeiten“ für die Ideenfindung und -weiterentwicklung.

  2. Natürlich benötigt man außer Zeit noch weitere Komponenten. Eine davon ist die Kreativität. Was ist Kreativität bzw. was braucht man, um kreativ sein zu können? Zunächst einmal Fachwissen und -kompetenz. Edward de Bono, einer der führenden „Ideenwissenschaftler“, hat diesbezüglich einmal angemerkt: „Wo nichts ist, kann auch nichts werden!“ Des Weiteren bedarf es kreativer Fähigkeiten. Das heißt, man muss Probleme erkennen und Wissensgebiete vernetzen können, assoziatives Denken beherrschen und ein Abstraktionsvermögen (die Fähigkeit, Muster zu erkennen) besitzen. Die letzte wesentliche Komponente von Kreativität ist, die Motivation zu haben, sich mit der Ideenwelt zu beschäftigen.

  3. Transpiration ist die dritte oben genannte Komponente. Natürlich bedeutet das Finden von Ideen und deren Realisierung eine Menge Arbeit. Das ist durchaus auch anstrengend. Die Belohnung der am Ende des Prozesses umgesetzten erfolgreichen Idee ist jedoch um Längen wertvoller, als das Stöhnen vor Anstrengung. Um die Arbeit möglichst nicht ausarten zu lassen, kann man sich einiger Instrumente und Techniken bedienen, die Sie in späteren Kapiteln noch kennenlernen werden. Insbesondere können uns Werkzeuge aus dem Qualitätsmanagement eine gute Struktur für die Arbeitsplanung geben.

Wesentlicher Grundbaustein für eine Idee ist das Erkennen von Problemen! Dazu bemerkte Edison einmal: „Ich finde heraus, was die Welt braucht. Und dann erfinde ich es!“. Ich muss in der Lage sein und die Möglichkeit haben, Probleme zu entdecken und diese gut zu beschreiben. Erst wenn ich das Problem vollkommen verstanden habe, kann ich mich an die Ideenentwicklung begeben. Demnach ist die Idee eine Gleichung bestehend aus der Ausgangsfrage (bezogen auf das erkannte Problem) plus der Inspiration und wesentlich ergänzt von der Transpiration.
Inspiration kommt aber nicht einfach so. Dazu bedarf es eines angenehmen Rahmens oder Raumes, in dem man sich vollkommen auf den Prozess der Ideenfindung konzentrieren kann. Das geht nicht bei einem Meeting, auf dem Flur oder während der Arbeit an komplexen Vorgängen. Dabei haben viele Menschen völlig unterschiedliche Ansprüche an einen Ort der Inspiration. 

Wo bzw. wann findet man also Ideen? In den meisten Fällen dann, wenn man sogenannte kontemplative Tätigkeiten ausübt. Kontemplativ heißt, es sind Tätigkeiten, die wir in- und auswendig und quasi im Schlaf beherrschen. Wenn Sie einmal überlegen, wann bzw. wo Ihnen die besten Ideen oder Impulse für Ideen kommen, werden Sie schnell auf besondere Örtlichkeiten und Tätigkeiten kommen, wie am Morgen beim Aufstehen oder am Abend beim zu Bett gehen. “Unter der Dusche” und “auf dem WC sitzend” sind häufig genannte Antworten. “In der Natur beim Wandern”, “Joggen” oder  bei anderen sportiven Tätigkeiten wird ebenfalls oft genannt. Dann gibt es zum Beispiel langweilige Meetings oder beim Rasen mähen. Manchmal sagen Teilnehmer auch: “beim Autofahren”. Vorsicht, das Autofahren ist nur beim Warten an der Ampel kontemplativ!

Wer kann aber eigentlich Impulse für neue Ideen geben? Einerseits natürlich die eigenen Kollegen und Mitarbeiter. Andererseits die Kunden, denn diese sind erfahren und haben vielleicht auch schon Ideen von Mitbewerbern erlebt. Und vergessen Sie Ihre Lieferanten nicht. Auch diese könnten die ein oder andere interessante Idee für Sie haben.

Die Komponenten der Kreativität:

Weiterführende Links:

  • Was ist Kreativität? Ein Guide, um die wichtigsten Fähigkeiten unserer heutigen Zeit zu verstehen: Hier klicken
  • Ideenfindung – 20 Tipps für mehr Kreativität: Hier klicken

Ausgangsszenario:

Nun sind wir den allerersten Schritt auf der Ideenreise gegangen und haben die Grundlagen gelegt. Im zweiten Kapitel finden sich Inhalte zum Themenfeld “Hilfsmittel für Denkräume”, dem Denken in richtiger Richtung und eine Erklärung für das sogenannte Edison-Prinzip.